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und einen guten Rutsch ins neue Jahr

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sind dann ab dem 02. Januar 2018 wieder für Sie da.

 

 

Definition/Allgemein

Um eine Erklärung, bzw. eine Definition des Begriffes oder der Begriffe zu geben, folgende Informationen.
Die Manuelle Lymphdrainage (ML) ist eine sanfte Methode, um den Rückfluß der lymphpflichtigen Lasten anzuregen. Lymphpflichtige Lasten sind: u.a Wasser, Fette, tote Zellen, Hyalonsäure, Eiweiße. Die ML wiederum ist nur ein Bestandteil der komplexen physikalischen Entstauungstherapie. Diese besteht aus 4 „Säulen“.

  

4 Säulen-Therapie:

  • Manuelle Lymphdrainage /ML
  • Hautpflege
  • Kompression (Bandage oder med. Kompressionsstrumpf)
  • Entstauungsgymnastik und ggf. weiterführende physiotherapeutische Maßnahmen

Ziel

Ziel der manuellen Lymphdrainage und der komplexen physikalischen Entstauungstherapie ist es, einen gestörten Lymphabfluß zu verbessern oder wieder herzustellen.

Anatomie des Lymphgefäßsystems

Das Lymphsystem ist ein Drainagesystem. Es transportiert Lymphe in den venösen Blutkreislauf. Zwar läuft das Lymphsystem parallel zu den Venen, stellt dennoch ein eigenes System da. Zum besseren allgemeinen Verständnis folgende Unterscheidung vom Herz-Kreislauf-System und dem Lymphsystem.
Das HK-System hat eine zentrale Pumpe, nämlich das Herz. Dieses pumpt normalerweise ca. 60-70 mal in der Minute. Es ist ein „geschlossener Kreislauf“, welcher aus einem Körperkreislauf und einem Lungenkreislauf besteht.
Das Lymphsystem ist ein so genannter „Halbkreislauf“. Es kommt aus der Peripherie des Körpers und endet in den Venen. Dieses hat keine zentrale Pumpe, sondern arbeitet mit der eigenen Muskelkraft der Lymphgefäße, der Lymphangiomotorik. Es arbeitet mit ca. 8-10 Schlägen in der Minute.
Gemeinsam ist, daß beide Systeme für den Abtransport von Stoffen zuständig sind. Oftmals reichen die Venen alleine nicht aus. Denn es gibt Stoffe, die sind lymphpflichtig, insbesondere die größeren Moleküle wie Eiweiße, und die benötigen ein besonderes Transportsystem, das Lymphatische.

Manuelle Lymphdrainage und Komplexe Physikalische Entstauungstherapie

Die kleinsten Lymphgefäße, die Lymphkapillaren, saugen die in Wasser gelösten Stoffe aus dem Interstitium (Gewebe zwischen den Zellen), und nehmen es somit ins Lymphgefäßsystem auf. Ist das Gewebe geschädigt oder es sind zu viele Stoffe im Zwischenzellraum gelagert, kann es sein, daß es zu einer Gewebsschwellung kommt. Diese Gewebsschwellung, welche durch die zurückgestaute lymphpflichtige Gewebsflüßigkeit verursacht wird, wird als Lymphödem bezeichnet.

Primäre und sekundäre Lymphödeme

Es gibt primäre und sekundäre Lymphödeme. Die meisten primären Lymphödeme sind Folgen von Entwicklungsstörungen der Lymphgefäße oder/und der Lymphknoten. Sekundäre Formen entstehen durch verschiedene Schädigungen der Lymphgefäße oder/und der Lymphknoten, z.B. durch eine bösartige Geschwulst, entzündliche Vorgänge, durch Verletzung, Operation oder Bestrahlung.

Wirkungsweise von manueller Lymphdrainage:

  1. Steigerung der Lymphangiomotorik/(Anregung der „Lymphpumpe“)
  2. Verbesserung der Lymphbildung
  3. Verschieben von Lymphen und Gewebsflüßigkeit
  4. Erhöhung des Lymphzeitvolumens kranker Lymphgefäße/(Verbesserung der Nachwirkung von betroffenen Gefäßen)
  5. Lockerung von fibrotisch (verhärtetem) verändertem Bindegewebe

Indikationen für die ML und KPE:

  • Lymphödeme
  • Lipödem (auch Kombinationsformen, z.B. Lipo-Lymphödeme)
  • Phlebo-lymphostatisches Ödem (nicht nur aufs Lymphgefäß, sondern auch auf andere Gefäße betreffend)
  • Posttraumatisches und postoperative Ödeme (Ödeme nach Unfällen oder vor und nach Operationen)

Allgemeine Kontraindikationen für die ML und KPE:

Absolut (auch nicht auf Anweisungen des Arztes!)

  1. Akute Entzündungen mit Beteiligung von pathogenen Keimen (Bakterien, Pilze, Viren)
  2. Kardiales Ödem (Herz betreffendes Ödem)
  3. Akute Beinvenenerkrankungen/ Beinvenenentzündung

Relativ

  1. Maligne (Krebs) Prozesse (nur nach Absprache mit dem Arzt)
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