Angefangen hatte es Anfang 2005, mit dem Wunsch nun endlich selbständig zu werden. Als ein Freund dies hörte, bat er mir einen Job als Freiberufler in seiner Firma an. Somit verlegte ich meinen Arbeitsplatz vom hohen Norden in die Nähe von Hamburg. Anfangs war ich freiberuflich für mehrere Auftraggeber tätig, doch es entwickelte sich der Wunsch nach eigenen Räumen.

Der Weg zur eigenen Physiotherapiepraxis

So führte mich ein Jahr später, also 2006, der erste Weg zum Gesundheitsamt und meldete dann meine erste Praxis im Hamburger Stadtteil Lemsahl-Mellingstedt an. Die Physiotherapiepraxis war im Vergleich zu der heutigen klein, aber endlich meine eigene Wirkungsstätte. Ein Behandlungsraum, ein WC und ein Flur. Ich öffnete jedem Patienten die Tür. Ein größeres Hinweisschild oder Parkplätze gab es nicht. Es war ein spannender und bedeutender Schritt für mich. Die Praxis wurde gut angenommen, so daß ich mehr und mehr Zeit in der eigenen Praxis verbrachte und gar nicht mehr als Freiberufler tätig war. Nach vier Jahren waren die Therapieräume in Lemsahl dem Andrang nicht mehr gewachsen und die Praxis wechselte in die jetzigen Räume.

 

Die neuen größeren Therapieräume

In der Physiotherapiepraxis in Hamburg Volksdorf, wo wir seit dem 27.11.2010 sind, stehen uns drei Behandlungsräume zur Verfügung, sowie ein großer Raum für Krankengymnastik am Gerät und Personal Training am Gerät. Er wird für den „aktiven Teil“ der Physiotherapie benötigt. Hier können mehrere Patienten zur gleichen Zeit trainieren.  

Heute hat sich die Praxis gut etabliert. Dazu gekommen ist das Thema „Betriebliche Gesundheitsförderung“, welches mir eine große Freude bereitet. Wir arbeiten u.a. seit 2013 für einen großen Kaffeeröster in Hamburg. Einmal in der Woche stehen wir den Mitarbeitern dort mit Fragen, Antworten, Informationen, Tipps und Ratschlägen vor Ort rund um das Thema Physiotherapie zur Verfügung.

Die externe betriebliche Gesundheitsförderung wird in den letzten Jahren für Hamburger Firmen immer wichtiger. Mit Schulungen zum Arbeitsschutz und Präventionsmaßnahmen können wir das Wohlbefinden der Mitarbeiter steigern und oft auch den Krankenstand senken. Vorträge und Beratungen für Firmen wie auch Einrichtungen bereichern mein Aufgabenfeld. Es gibt mir die Möglichkeit zu helfen, bevor es zu spät ist.

Die Selbstständigkeit als Physiotherapeut

Die Selbständigkeit ist ein harter Weg, jedoch kam aufgeben für mich nicht infrage. In den letzten Jahren lernte ich viel und entwickelte mich persönlich ebenso wie in der Physiotherapie weiter.

Seit 2016 arbeitet Fr. Christiane Fuchte als Physiotherapeutin in Vollzeit bei uns. Immer wieder höre ich von Patienten wie zufrieden sie mit ihr sind. Das höre ich natürlich gerne und kann es nur bestätigen.

Ziele 

In jedem Fall ist mein nächstes Ziel einen weiteren Mitarbeiter dazu zu gewinnen. Eine ausbaufähige Teilzeitstelle ist zu vergeben. 

Im Gesundheitsbereich führt die Physiotherapie leider einen traurigen Rekord. Es ist der Bereich in dem der größte Fachkräftemangel herrscht. Es gibt viel mehr unbesetzte Stellen als Physiotherapeuten. 2006 gab es auf ca. 1500 offene Stellen ca. 5000 Bewerber. 2016 war es genau umgekehrt. 

Ich bin guter Dinge, dennoch einen weiteren Mitarbeiter zu finden, damit die Praxis den Patienten noch besser helfen kann.

Abschließend bedanke ich mich bei Allen, die dazu beigetragen haben die Praxis mit nach vorne zu bringen. Sei es durch Taten, Vertrauen, Aufmuntern und die vielen Weiterempfehlungen. Ich danke Ihnen Allen.

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